Sekundarstufe 1

Informationen zur Arbeit im Sek I-Bereich

Tagesstruktur – Mir dem täglichen Wiederholen und Erinnern von Wochentag, Datum, Zeit, Wetter sowie dem Vorstellen des Stundenplans wird die Tagesstruktur für die Schülerinnen und Schüler transparent. Anschließend folgt ein kurzer Erzählkreis, mit dem die Lebenswirklichkeit durchdrungen und verarbeitet werden soll. Darüber hinaus kommt es hier zur Förderung des mündlichen Sprachgebrauchs und Ausdrucksvermögens – mit korrektivem Feedback.

Schwerpunkt: Kulturtechniken – Eine große Gewichtung liegt auf der Vermittlung der Kulturtechniken. Täglich sind intensive Trainingsphasen im Lesen, Schreiben und Rechnen im Stundenplan fest verankert. Nach persönlichen Vorkenntnissen und Leistungsständen werden.die Schülerinnen und Schüler individuell gefördert. In Kleinlerngruppen wird dem individuellem Förderbedarf jedes einzelnen Kindes entsprochen. Im Fach Deutsch z.B.: BLA-Lektüre, ABC der Tiere, Kieler Leseaufbau. Das Erlernen und Trainieren der Kulturtechniken ist jeden Tag zusätzlich in alle Projekte und Themen des Unterrichts integriert, zum Beispiel in Hauswirtschaft: Erstellen einer Einkaufsliste, Preise vergleichen, usw.

Lebenswirklichkeit – Die Arbeit in den verschiedensten Projekten ist nach didaktischen und kognitiven Möglichkeiten der Kinder differenziert und immer im Hinblick auf deren Lebenswirklichkeit ausgewählt. Das praktische Handeln steht neben der Förderung und Erweiterung der kognitiven Fähigkeiten im Vordergrund.

Lernen in Projekten im Sekundarbereich I

Die Arbeit in Projekten ist nach didaktischen und kognitiven Möglichkeiten der Kinder differenziert und immer im Hinblick auf deren Lebenswirklichkeit ausgewählt. Das praktische Handeln steht neben der Förderung und Erweiterung der kognitiven Fähigkeiten im Vordergrund.

Für die Sekundarstufe I  geeignete  Projekte sind beispielsweise:

  • Sexualkunde mit dem Schwerpunkt: körperliche Veränderung in der Pubertät und Hygiene
  • Magnetismus
  • Die Kartoffel – eine tolle Knolle
  • Hund
  • Stromwerkstatt
  • Weihnachtswerkstatt
  • Winterwerkstatt

Folgende langandauernde Projekte – auch an außerschulischen Lernorten sind fest etabliert:

Praxistag: Nähwerkstatt  

Seit Beginn des Schuljahres 2012/13 hat die MKS eine Nähwerkstatt in Kooperation mit dem sozialen Briefkasten eingerichtet. Dafür fahren unsere Schülerinnen und Schüler jede Woche zur Jugendwerkstatt des Sozialen Briefkastens. Sie lernen verschiedenste Techniken an der Nähmaschine; sie sind begeistert dabei und entwickeln zum Teil erstaunliche Fähigkeiten. Sie können nach kurzer Zeit mit individuellen Hilfen sehr ansprechende schöne und auch nützliche Dinge für den eigenen Gebrauch  (Z.B. Utensilo, Kissen, Schürzen, usw) nähen. 

Besonderes Engagement zeigen die Schülerinnen und Schüler, wenn sie mit Vorbereitungen für Verkaufsaktionen beschäftigt sind. So erfahren sie bei der Ausstellung und dem Verkauf  auch außerschulisch eine große Wertschätzung ihrer Arbeiten. Außerdem sind sie auf diese Weise mit den Erlösen für verschiedenste Anschaffungen unserer Schule und Aktivitäten der Schulgemeinschaft verantwortlich. Zum Beispiel werden seit 2012 für den Weihnachtsmarkt  in Löningen, auf dem die Maximilian-Kolbe-Schule in jedem Jahr mit einem Stand vertreten ist, von den Schülerinnen und Schüler der Klassen G 5-9 Körnerkissen genäht und anschließend mit Bio-Getreide gefüllt.  Mittlerweile findet die Nähwerkstatt nicht mehr in ehrenamtlicher Form statt, sondern in den Räumlichkeiten des sozialen Briefkastens zu den Arbeitszeiten dessen Mitarbeiterinnen.

Praxistag: Fahrradwerkstatt

Auch der Praxistag beim sozialen Briefkasten im Bereich der Fahrradwerkstatt findet einmal wöchentlich mit einer ausgewählten Gruppe aus dem Sekundarbereich I statt, die im Laufe des Dienstag Vormittags zum sozialen Briefkasten in die Fahrradwerkstatt fährt, um dort ihren Praxistag zu absolvieren. Bei schönem Wetter fahren die Schüler mit dem Fahrrad zur Fahrradwerkstatt oder sie werden mit dem Bulli abgeholt. Bei der Ankunft in der Fahrradwerkstatt ziehen die Schüler eine angemessene Arbeitskleidung (Stahlkappenschuhe, Arbeitshose, Arbeitsjacke, Schutzhandschuhe) an. Die Schüler gehen nach dem Umziehen eigenständig zum Meister in die Fahrradwerkstatt und besprechen den täglichen Arbeitsablauf. In der Fahrradwerkstatt werden die Schüler in zwei Gruppen aufgeteilt. Innerhalb der einzelnen Gruppen arbeiten sie eigenständig an den Fahrrädern. Ihre Arbeitsaufträge in der Fahrradwerkstatt bestehen aus: Reifen flicken, Licht überprüfen auf einwandfreien Zustand, Roststellen entfernen, Teile an- und abmontieren, Pflege und Wartung eines Fahrrads. Sie lernen den Umgang mit Elektrowerkzeugen wie z.B. Löten, Flexen und Bohren. Wenn die Schüler ein Fahrrad in ordnungsgemäßen Zustand gebracht haben, absolvieren sie eine „Probefahrt“, in der sie feststellen, ob das Fahrrad funktionstüchtig ist. Nach Beendigung des Arbeitstages ziehen die Schüler sich selbstständig um und ziehen ihre Alltagskleidung wieder an und machen sich auf den Weg zurück zur Schule.

Praxistag: Holzwerkstatt

Unsere Schülerinnen und Schüler können im Wechsel mit den anderen Werkstätten auch die Holzwerkstatt des Sozialen Briefkastens nutzen, was eine Erweiterung des Werkunterrichts bedeutet und besonders im Zusammenhang mit der Bedeutung außerschulischer Lernorte eine Gewichtung innehat.

Praxistag: Metallwerkstatt

Seit letztem Jahr stellt uns der Soziale Briefkasten auch seine neu eingerichtete Metallwerkstatt zur Verfügung. Jeden Dienstag in der 7. und 8. Stunde werden Die Schülerinnen und Schüler von einem Mitarbeiter zur Metallwerkstatt abgeholt. Hier arbeiten arbeiten sie mit Metall und fertigen zum Beispiel Platten für einen Schreibtisch an, wofür bestimmt Arbeitstechniken erlernt und angewendet werden müssen, wie Platten anreißen,  aussägen und feilen sowie Löcher in die Platten bohren.

Projekt: Schulgarten mit Hochbeet

Die Klassen des GE-Bereiches sind seit drei Jahren für die Pflege des Schulgartens verantwortlich. Je nach Jahreszeit sind bestimmte Arbeiten zu erledigen, wobei die Schülerinnen und Schüler die Zusammenhänge von Witterung, Bodenbeschaffenheit, Auswahl der Pflanzen, Ansprüche verschiedener Kulturpflanzen, Ernte und Zubereitung der Früchte kennenlernen.

Die anfallenden Arbeiten müssen fortwährend in den Schulalltag eingebunden werden: Bestimmte Pflanzzeiten, gießen bei Trockenheit, Unkraut jäten und ernten. Auf vielfältige Weise werden somit Kompetenzen wie planmäßiges Vorgehen,  Beobachten und Protokollieren, Kooperieren beim Einteilen der verschiedenen Arbeiten und auch Geduld und Vorsicht im Umgang mit Pflanzen und Lebewesen geübt und gefestigt. Unter der Leitung der Förderschullehrerin Birgit Schmücker hat sich unser Schulgarten prächtig entwickelt. Die Schülerinnen und Schüler können reichlich ernten und das frische Gemüse sowie knackige Salate im Hauswirtschaftsunterricht zu leckeren Speisen verarbeiten.

Projekt: Aquarium

Das Aquarium ist ein fortwährendes Projekt. Hierbei lernen die Schülerinnen und Schüler Verantwortung für Lebewesen zu übernehmen. Vermehrung und Aufzucht von Jungfischen, aber auch Sterben alter oder kranker Tiere erleben die Schülerinnen und Schüler integriert in den Schulalltag. Verlässlichkeit und genaue Beobachtung der Tiere und Pflanzen sind wichtig, um das System „Aquarium“ am Leben zu erhalten: Die Fische müssen regelmäßig gefüttert, das Wasser gewechselt  werden etc.

Projekt: Aufzucht von Tomatenpflanzen

Saisonal sind die Schülerinnen und Schüler verschiedener Klassen an Aussaat, Vereinzelung, Pflege und Verkauf von Tomatenpflanzen beteiligt. Hierbei können Beobachtungen vom Samen bis zur reifen Tomaten gemacht werden, aber auch Einblicke in verschiedene Zuchtformen der Tomatenpflanzen, Herkunftsland, Anbauformen und Vermarktung erfolgen.