{"id":473,"date":"2014-01-16T18:34:59","date_gmt":"2014-01-16T17:34:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.xn--mks-lningen-vfb.de\/?page_id=473"},"modified":"2024-09-19T07:11:29","modified_gmt":"2024-09-19T06:11:29","slug":"sekundarstufe-2","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.xn--mks-lningen-vfb.de\/?page_id=473","title":{"rendered":"Sekundarstufe 2"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #993300;\"><strong>Lernen und Arbeiten im Sek II Bereich<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Das Lernen und Arbeiten in der Sekundarstufe II will die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler auf ihr nachschulisches Leben vorbereiten. Die Jugendlichen befinden sich an der Schwelle zum Erwachsenwerden, sie durchlaufen k\u00f6rperliche Ver\u00e4nderungsprozesse, \u00fcbernehmen mehr Verantwortung und streben nach mehr Autonomie. Mit dem Erreichen bestimmter Altersstufen (16 Jahre; 18 Jahre) er\u00f6ffnen sich den Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern mehr M\u00f6glichkeiten und sie bekommen mehr Rechte, es er\u00f6ffnen sich aber auch neue Herausforderungen und Schwierigkeiten. Der Unterricht tr\u00e4gt diesen ver\u00e4nderten Bedingungen Rechnung, indem gemeinsam mit den Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern Lernumgebungen und -inhalte gestaltet werden, Partizipationsm\u00f6glichkeiten \u00fcberpr\u00fcft und der Wissenserwerb unterst\u00fctzt wird.\u00a0 Zukunftsorientierung, Orientierung am Erwachsenenalter, Selbstbestimmung und Selbstst\u00e4ndigkeit, Mitbestimmung, ein Anwendungsbezug der Lerninhalte und altersangemessene Kommunikationsformen sind Elemente eines alters- und lebensweltorientierten Unterrichts. Dem Sekundarbereich II kommt eine \u201eBr\u00fcckenfunktion zwischen dem Sekundarbereich I und den Anforderungen des Erwachsenenlebens zu\u201c (KC GE, 2016, S. 5).<\/p>\n<p><strong><strong>Schwerpunkte des Unterrichts<\/strong><\/strong><\/p>\n<p>Im Vordergrund steht die Vorbereitung des Jugendlichen auf seine zuk\u00fcnftige Lebensphase in pers\u00f6nlicher, gesellschaftlicher sowie beruflicher Hinsicht.<\/p>\n<p>Pers\u00f6nliche Ebene:<\/p>\n<p>o\u00a0 Pers\u00f6nliche Zukunftsplanung (Entwicklung einer pers\u00f6nlichen Zukunftsperspektive) durch die:<\/p>\n<ul>\n<li>Auseinandersetzung mit den eigenen St\u00e4rken und Schw\u00e4chen<\/li>\n<li>Auseinandersetzung mit Vorlieben, Abneigungen, und Hoffnungen<\/li>\n<li>Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte \/ Identit\u00e4t<\/li>\n<li>Auseinandersetzung mit pers\u00f6nlichen Unterst\u00fctzung, pers\u00f6nlichem Budget, gesetzlichen Betreuung<\/li>\n<li>Rechte und Pflichten als Jugendlicher und als Erwachsener<\/li>\n<\/ul>\n<p>o\u00a0 Die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler als Akteure,<\/p>\n<ul>\n<li>die diesen Prozess gestalten<\/li>\n<li>Perspektiven entwickeln und<\/li>\n<li>Unterst\u00fctzung finden.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Gesellschaftliche Ebene:<\/p>\n<p>o\u00a0\u00a0 Aktive Teilhabe am gesellschaftlichen, sozialen und kulturellen Leben<\/p>\n<p>o\u00a0\u00a0 Auseinandersetzung mit dem Thema Wohnen<\/p>\n<p>o\u00a0\u00a0 Organisation und Planung von Ferienfreizeiten<\/p>\n<p>o\u00a0\u00a0 Entwicklung und Gestaltung von freier Zeit<\/p>\n<p>o \u00a0\u00a0Auseinandersetzung mit pers\u00f6nlichen Rechten (Budget, gesetzliche Betreuung, Strafm\u00fcndigkeit)<\/p>\n<p>Vorberufliche Ebene:<\/p>\n<p>o\u00a0\u00a0 Kennenlernen verschiedener Berufsfelder<\/p>\n<ul>\n<li>Gewerbe und Technik<\/li>\n<li>Hauswirtschaft und Soziales<\/li>\n<li>Verwaltung und Lager<\/li>\n<li>Dienstleistung, Einzelhandel und Service<\/li>\n<li>Agrarwirtschaft, Gartenbau und Floristik<\/li>\n<\/ul>\n<p>o\u00a0\u00a0 Pers\u00f6nliche Schwerpunkte setzen k\u00f6nnen<\/p>\n<p>o\u00a0\u00a0 Verschiedene Berufsm\u00f6glichkeiten kennenlernen<\/p>\n<p>o\u00a0\u00a0 Vorbereitung des \u00dcbergangs Schule &#8211; Beruf<\/p>\n<p><strong><strong>Berufsorientierung<\/strong><\/strong><\/p>\n<p>Die Vorbereitung auf das zuk\u00fcnftige Berufs- und Erwachsenenleben ist ein grundlegender Aspekt in der Sekundarstufe II. Arbeit geh\u00f6rt zu den Merkmalen eines Erwachsenenlebens. Durch eine Berufst\u00e4tigkeit erh\u00e4lt der Mensch Best\u00e4tigung in der Gesellschaft und wird Teil einer sozialen Gemeinschaft. F\u00fcr das Gelingen ist eine Anpassung an die Regeln und Gesetze der Arbeitswelt notwendig. Diese Grundvoraussetzungen (Pflichtbewusstsein, Zuverl\u00e4ssigkeit, P\u00fcnktlichkeit, Verantwortung, u.\u00e4.) werden den Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern bereits in der Primarstufe vermittelt. Mit steigendem Alter \u00fcbernehmen die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler mehr und mehr Verantwortung f\u00fcr ihr eigenes Leben und das Miteinander. Diese sogenannten \u201eSoft-skills\u201c sind im allt\u00e4glichen Umgang miteinander und im Unterricht integriert.<\/p>\n<p>Das Heranf\u00fchren an die zuk\u00fcnftige Berufs- und Arbeitswelt sowie das Erwachsenenleben erfolgt durch die praktische T\u00e4tigkeit einerseits und die theoretische Vermittlung von Abl\u00e4ufen und zu Berufsbildern andererseits. Dazu bedarf es neben dem Kennenlernen verschiedener Arbeitsbereiche durch Theorie, Betriebspraktika bzw. Betriebserkundigungen vor allem den handelnden Umgang mit den verschiedenen Arbeitsmaterialien, -werkzeugen und \u2013gegenst\u00e4nden;<\/p>\n<p>Die Ausbildung dieser F\u00e4higkeiten und Fertigkeiten beginnt bereits in der Primarstufe im Werk- und Hauswirtschaftsunterricht. Diese erworbenen Kenntnisse und F\u00e4higkeiten werden in den Jahrg\u00e4ngen 10 bis 12 weiter ausgebaut und auf die Arbeitswelt \u00fcbertragen.<\/p>\n<p>Im Vordergrund steht ab der Sekundarstufe II nicht mehr nur die T\u00e4tigkeit an sich, sondern auch Initiative entwickeln, planen bzw. ein Konzept entwickeln, die Durchf\u00fchrung und die Evaluation der Ergebnisse. Dabei sollen die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler eine gr\u00f6\u00dftm\u00f6gliche Selbstst\u00e4ndigkeit entwickeln, indem sie:<\/p>\n<ul>\n<li>die Grundlagen f\u00fcr Arbeit und Produktion kennenlernen (allgemeine Kenntnisse von Arbeit, Zusammenhang von Arbeit und Wirtschaft, Mitbestimmung, Ordnung und Sicherheit am Arbeitsplatz, pers\u00f6nlicher Bezug zur Arbeit)<\/li>\n<li>Arbeits- und Produktionsformen kennenlernen (Einzelst\u00fccke fertigen, Serienproduktion, arbeitsteilige Produktion, mit Maschinen arbeiten)<\/li>\n<li>Handwerk und Industrie kennenlernen (Materialkenntnisse, Werkzeuge und Maschinen, Verbrauchsmaterialien, Nahrungsmittel)<\/li>\n<li>Gartenbau, Land- und Forstwirtschaft (Pflanzen anbauen, Tierhaltung)<\/li>\n<li>Dienstleistungen (h\u00e4usliche Versorgung, weitere Dienstleistungen)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das Thema Berufsorientierung setzt in den jeweiligen Jahrgangsstufen unterschiedliche Schwerpunkte:<\/p>\n<p><strong><strong>Klasse 10:<\/strong><\/strong><\/p>\n<p>Praxistag<\/p>\n<ul>\n<li>durchg\u00e4ngig bis Klasse 12<\/li>\n<li>Kennenlernen beruflicher Handlungsfelder (Landwirtschaft, Hauswirtschaft, Gartenbau<\/li>\n<li>Ausprobieren verschiedener Gewerke<\/li>\n<li>F\u00fchren eines Berichthefts<\/li>\n<\/ul>\n<p>Sch\u00fcler-AGs (&#8222;Sch\u00fclerfirma&#8220;)<\/p>\n<ul>\n<li>durchg\u00e4ngig bis Klasse 12<\/li>\n<li>Catering (Fr\u00fchst\u00fcck, Brunch, Finger Food; etc.)<\/li>\n<li>Planung, Organisation und Durchf\u00fchrung<\/li>\n<li>Kochen in gro\u00dfen Mengen<\/li>\n<li>Anrichten, Pr\u00e4sentieren und Verkauf der eigenen Speisen<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong><strong>Klasse 11<\/strong><\/strong><\/p>\n<ol>\n<li>Orientierungspraktikum<\/li>\n<\/ol>\n<ul>\n<li>Berufsbildungsbereich der WfMmB<\/li>\n<li>Kennenlernen der Berufsbereiche (Hauswirtschaft, Holz, Metall, Gartenbau, Industriemontage) bzw. Gewerke<\/li>\n<\/ul>\n<p>\u201cInitiative Inklusion\u201c<\/p>\n<ul>\n<li>In Kooperation mit dem Meyerhof Cloppenburg. In Klasse 11 beginnend, weiterf\u00fchrend in Klasse 12<\/li>\n<li>Unterst\u00fctzung bei der beruflichen Orientierung durch 3 Module (Potenzialanalyse, Berufswegeparcours, Praktika)<\/li>\n<li>Informieren und Beraten<\/li>\n<li>Unterst\u00fctzung bei \u00dcbergang von Schule in das Arbeitsleben<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong><strong>Klasse 12<\/strong><\/strong><\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li>Orientierungspraktikum<\/li>\n<\/ol>\n<ul>\n<li>Entweder in Berufsbildungsbereich der WfMmB, auf dem Meyerhof oder in einem Betrieb<\/li>\n<li>Vertiefen der bereits erworbenen Kenntnisse m Berufsbildungsbereich<\/li>\n<li>Kennenlernen anderer Berufsfelder<\/li>\n<\/ul>\n<p>Berufsberatung durch die Arbeitsagentur<\/p>\n<ul>\n<li>Gespr\u00e4ch \u00fcber m\u00f6gliche Ausbildungsm\u00f6glichkeiten<\/li>\n<li>Einsch\u00e4tzung der M\u00f6glichkeiten<\/li>\n<li>Kooperation mit Initiative Inklusion<\/li>\n<\/ul>\n<p>Der hier vorgestellte Aufbau erm\u00f6glicht den Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern, Praxiserfahrungen zu sammeln und daraus eigene Ideen und M\u00f6glichkeiten f\u00fcr ihren beruflichen Werdegang zu entwickeln und anzustreben. Nach der Schule, also mit dem Abschluss nach der Klasse 12, haben die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler folgende M\u00f6glichkeiten der Berufsausbildung:<\/p>\n<p>Berufsbildungsbereich der Werkstatt f\u00fcr Menschen mit Behinderung<\/p>\n<ul>\n<li>Vorbereitung auf die T\u00e4tigkeiten im Arbeitsbereich der Werkstatt<\/li>\n<li>Kennenlernen der Berufsbereiche bzw. Gewerke<\/li>\n<li>Absolvieren von Praktika in der Werkstatt ab dem 2. Ausbildungsjahr<\/li>\n<li>Fahrdienst<\/li>\n<li>Berufsschulunterricht<\/li>\n<li>Dauer: 2 Jahre<\/li>\n<\/ul>\n<p>Berufliche Bildung im Praktikum am Meyerhof (BBP)<\/p>\n<ul>\n<li>Vorbereitung auf den ersten Arbeitsmarkt mit anschlie\u00dfender Vermittlung direkt auf den ersten Arbeitsmarkt oder in eine weiterf\u00fchrende Ma\u00dfnahme<\/li>\n<li>Kennenlernen von verschiedenen Berufsbereichen bzw. Gewerken (Metall, Hauswirtschaft, Garten, Maler)<\/li>\n<li>Absolvieren von Praktika auf den ersten Arbeitsmarkt<\/li>\n<li>Kein Fahrdienst<\/li>\n<li>Berufsschulunterricht<\/li>\n<li>Dauer: 2 Jahre<\/li>\n<\/ul>\n<p>Ausgelagerte Arbeitspl\u00e4tze (AAP)<\/p>\n<ul>\n<li>Angeh\u00f6riger der Werkstatt, arbeitet im Betrieb<\/li>\n<li>Sozialversicherungspflichten bleiben bei der Werkstatt<\/li>\n<li>Ansprechpartner weiterhin und Betreuung \u00fcber Werkstatt<\/li>\n<\/ul>\n<p>Helferausbildungen (\u00fcber Agentur f\u00fcr Arbeit)<\/p>\n<ul>\n<li>Theoriereduzierte Ausbildung<\/li>\n<li>M\u00f6gliche Bereiche:<\/li>\n<li><em>Fachpraktiker f\u00fcr Metallbau (3 \u00bd Jahre)<\/em><\/li>\n<li><em>Fachpraktiker f\u00fcr Holzverarbeitung (3 Jahre) <\/em><\/li>\n<li><em>Werkerausbildung im Gartenbau (3 Jahre)<\/em><\/li>\n<li><em>Fachpraktiker im Gastgewerbe (2 Jahre)<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<h1><\/h1>\n<p>&#8211;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lernen und Arbeiten im Sek II Bereich Das Lernen und Arbeiten in der Sekundarstufe II will die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler auf ihr nachschulisches Leben vorbereiten. 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