Berufsvorbereitung

Strahlemann-Initiative

Strahlemann MT 1.9.16 neu

MT vom 1.9.16 – Unsere Schulabgänger 2016

Als sehr erfolgversprechendes Projekt stellt sich für unsere Schule die “Strahlemann-Initiative – Jobs für Jugendliche” dar.

Informationen: Jobs für Jugendliche hat zum Ziel, möglichst vielen Jugendlichen eine Berufsausbildung zu ermöglichen. Dazu werden die Schülerinnen und Schüler der Haupt- und Förderschulen ab der 9. Klasse individuell über einen längeren Zeitraum persönlich von engagierten Personen, auch Paten genannt, außerhalb der Schule betreut. Diese können helfen, Praktikumsplätze zu organisieren und wollen den Übergang von der Schule in den Beruf und in die Arbeit begleiten. Neben der praktischen Hilfestellung sind diese Menschen ermutigend und unterstützend tätig. Sie verstehen sich als Bindeglied zwischen Jugendlichen, Eltern, Lehrkräften und Unternehmen. Da diese Paten meist Einfluss auf Betriebe und Firmen haben, ist zu erwarten, dass die Chance auf Arbeit für unsere Schülerinnen und Schüler steigt. Die Teilnahme an einer Zusammenarbeit ist freiwillig, setzt aber das Einhalten abgesprochener Regeln voraus. Es gibt verschiedene Trainingseinheiten (Workshops) und Treffen, die dann auch außerhalb der Schulzeit stattfinden.

Wir halten diese „Strahlemanninitiative“ für eine großartige Hilfestellung für unsere Schülerinnen und Schüler, die ihre Erfolgsaussichten hinsichtlich eines späteren Arbeitsplatzes deutlich erhöhen kann. Mittlerweile haben bereits viele Workshops stattgefunden; die Paten und Jugendlichen haben zusammen viel erreichen können. Einige der Schülerinnen und Schüler haben nun mit Ablauf ihrer Schulzeit an der Maximilian-Kolbe-Schule dank dieser Zusammenarbeit bereits einen Ausbuildungsplatz bekommen.

Berufliche Orientierung

Damit die Schülerinnen und Schüler sich schon während ihrer Schulzeit über für sie mögliche Berufe und Berufsfelder informieren und erste Eindrücke gewinnen können, werden an unserer Schule im 8. und 9. Schuljahr in Zusammenarbeit mit verschiedenen Betrieben und Geschäften aus der Region, mit der BBS-Technik und der BBS-Hauswirtschaft/Verwaltung mehrere Praktika bzw. Praxistage durchgeführt.

Bei der Durchführung der Betriebspraktika hat sich die selbständige Suche der Schülerinnen und Schüler nach Praktikumstellen als vorteilhaft erwiesen, denn sie müssen selbst initiativ werden und die Eltern werden verstärkt in die Suche mit eingebunden. Es ist durchaus auch eine geeignete Vorübung zur späteren Ausbildungsplatzsuche.

Auf Betriebserkundungen wird an unserer Schule seit einigen Jahren verzichtet. Es hat sich nach unserer Ansicht herausgestellt, dass Aufwand und Nutzen einer Betriebsbesichtigung in keinem vertretbaren Verhältnis zueinanderstehen. Denn trotz intensiver Vor- und Nachbereitung sind meist nur wenige Schülerinnen und Schüler an den Tätigkeiten und Arbeitsabläufen im jeweiligen Betrieb interessiert. Die Mehrzahl ist nicht bereit, sich auf Berufe einzulassen, die sie nicht ergreifen wollen. Durchgeführt werden folgende Maßnahmen:

  • zum Erreichen der Berufsreife
  • zur Unterstützung der Berufswahl und Berufsfindung
  • zur Erleichterung des Einstiegs in die Berufs- und Arbeitswelt

in

  1. Klassen
  • Ein 2-wöchiges Betriebspraktikum in Betrieben und Geschäften der Region
  • Ein  5-tägiges Berufsorientierungsmodul an der BBS-Technik, Cloppenburg
  • Ein 5-tägiges Berufsorientierungsmodul an der BBS am Museumsdorf, Cloppenburg
  • Schülerfirma, 1 x wöchentlich Frühstücksbrötchen für Schülerinnen und Schüler und Lehrpersonen, Partyservice nach Bedarf (z.B. Lehrer/Innengeburtstage)
  1. Klassen
  • Ein 3-wöchiges Betriebspraktikum in verschiedenen Betrieben und Geschäften in der Region
  • Je eine 2-stündige Informationsveranstaltung durch einen Vertreter der BBS I bzw. BBS II über den Aufbau der einzelnen Lehrgänge und über Möglichkeiten zum Erreichen des Hauptschulabschlusses in den jeweiligen Systemen.
  • Beratung durch einen Vertreter des Arbeitsamtes: Beratung in der Gruppe oder Einzelberatung

Folgende Maßnahmen zur beruflichen Orientierung hält unsere Schule vor:

  • Hilfen der Klassenlehrerinnen und -lehrer bei Bewertungen für den Besuch weiterführender Schulen, etc.
  • Berufsberatung durch das Arbeitsamt Vechta unter Teilnahme der Eltern
  • Besuche im BIZ
  • Betriebspraktika für die Klassen 8 und 9
  • ‚Schnuppertage’ in der BBS I und II in Cloppenburg für Klasse 8 und 9

(Länge und Häufigkeit in Absprache mit diesen Schulen)

  • Innerschulische Projekttage und AGs in praktischen Bereichen
  • Aufbau von Schülerfirmen mit Angeboten in den Fächern Werken/Technik, Hauswirtschaft und fächerübergreifend in Deutsch, Mathe, Erdkunde, Mobilität
  • regelmäßiger Austausch der Schulleitung mit AWT-Fachlehrerinnen und -lehrern und den Zuständigen der BBS

Schullaufbahnberatung

  1. Die Klassenlehrerinnen und -lehrer zeigen den Schülerinnen und Schülern vor allem im AWT-Unterricht für sie mögliche Bildungswege auf.
  2. Während der Betriebspraktika und der Orientierungspraktika in der BBS-Technik und BBS-Hauswirtschaft/Verwaltung gewinnen die Schülerinnen und Schülern Einblicke in das Berufsleben und in verschiedene Berufsfelder.
  3. Berater der BBS-Technik und BBS-Hauswirtschaft/Verwaltung kommen in die Schule und stellen den Schülerinnen und Schüler die Beschulungsmöglichkeiten in ihrem System vor. Dabei werden Voraussetzungen zur Aufnahme in die verschiedenen Lehrgänge und mögliche Abschlüsse aufgezeigt.
  4. Im Verlauf des 1. Halbjahres schicken die Klassenlehrerinnen und -lehrer der

Entlassklassen dem zuständigen Berater der Agentur für Arbeit detaillierte Berichte über den Leistungsstand der Schülerinnen und Schüler. Gegen Ende des 1. Halbjahres oder zu Beginn des 2. Halbjahres werden die Schülerinnen und Schüler und ihre Eltern von der Agentur für Arbeit zu einem Gespräch in unsere Schule eingeladen. An diesem Gespräch nehmen die Schülerin/der Schüler, die Eltern, die Klassenlehrerin/der Klassenlehrer und der zuständige Vertreter der Argentur für Arbeit teil. Gegenstand dieser Gespräche ist die berufliche oder schulische Zukunft der Schülerin/des Schülers. Möglich sind:

  • der Beginn einer Ausbildung (Voraussetzung: Die Schülerin/der Schüler ist ausbildungsreif, ein Ausbildungsbetrieb erklärt sich bereit, einen Ausbildungsvertrag abzuschließen.)
  • eine weitere Beschulung in der Albert-Schweitzer-Schule in Cloppenburg zurErlangung des Hauptschulabschlusses (Voraussetzung: Gute bzw. befriedigende Leistungen in den Kernfächern und ein gutes Arbeitsverhalten.)
  • eine weitere Beschulung in der BBS-Technik oder BBS-Hauswirtschaft/Verwaltung (BVJ) (Über die Aufnahme in Lehrgänge zum Erreichen des Hauptschulabschlusses, z.B. BEK, entscheidet die aufnehmende Schule nach Absprache mit der abgebenden Klassenlehrerin/dem Klassenlehrer nach einer etwa 6-wöchigen Probezeit.
  • die Aufnahme in eine Jugendwerkstatt (Für sehr schwache Schülerinnen und Schüler, die den Anforderungen eines BVJ nicht gerecht werden können.)