Lernen

Im Förderschwerpunkt Lernen gibt es zurzeit noch die Klassen 5 – 9:

Unterrichtskonzept

Das Unterrichtskonzept der Maximilian-Kolbe-Schule in groben Zügen:

In der Maximilian-Kolbe-Schule wird der Bildungs- und Erziehungsauftrag, wie er sich aus dem Niedersächsischen Schulgesetz für alle allgemeinbildenden Schulen ergibt, sehr ernst genommen. Dies spiegelt sich in dem intensiven Bemühen wider, den Schülerinnen und Schülern wesentliche Kulturtechniken (Lesen, Schreiben, Rechnen) sowie umfangreiches Weltwissen zu vermitteln. Dazu ist ein konstruktives Arbeitsklima grundlegende Voraussetzung. Die Erfüllung des Erziehungsauftrags der Schule bedeutet an dieser Stelle nicht selten eine kompensatorische Leistung. Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt Lernen haben in ihrer Schulkarriere in der Regel oftmals negative Selbstbilder bezüglich ihrer Leistungsfähigkeit entwickelt. Sie reagieren ängstlich-resigniert, aggressiv-ablehnend, lustlos-unmotiviert oder überdreht-chaotisch. Verursachende Faktoren für die Beeinträchtigung der schulischen Leistungen können vielfältige Hintergründe aufweisen. Aufmerksamkeitsstörungen, Wahrnehmungsdefizite, Verhaltensdispositionen, Teilleistungsstörungen sind nur wenige Schlagworte. Darüber hinaus wirken sich teilweise organische oder psychische Handicaps auf die Lernbereitschaft und Lernfähigkeit aus.

Um dieser Vielfalt an unterschiedlichsten Lernvoraussetzungen gerecht werden zu können, versucht das Kollegium der Maximilian-Kolbe-Schule im Unterricht konstruktiv zu reagieren. Dabei verändern sich die Schwerpunkte im Verlauf der Schulzeit:

  • Freude am Lernen aufbauen
  • Selbstkonzept stärken
  • Gemeinschaft positiverleben
  • Anbahnung pro-sozialen Verhaltens
  • Frustrations- und Angstabbau
  • konstruktive Konfliktfähigkeit trainieren
  • Lesen und Schreiben in individuellem Tempo erlernen
  • Erwerb grundlegender Kulturtechniken in vielfältigen Aneignungsformen
  • Förderung der Selbsteinschätzung
  • Aufbau kommunikativer Fähigkeiten
  • bewusste Umwelterfahrungen ermöglichen
  • Fortführung im Erwerb der Kulturtechniken
  • vertiefende fachliche Auseinandersetzung in den Sachfächern
  • Werken/Technik/Hauswirtschaft
  • Festigung der individuellen Persönlichkeiten
  • zunehmende Reflexion über individuelle Stärken und Schwächen
  • Interesse wecken an gesellschaftlichen Fragestellungen
  • Förderung individueller Stärken
  • gezielte Vorbereitung auf das Leben nach der Schule
  • Berufsorientierung und Berufsvorbereitung
  • Werken/Technik/Hauswirtschaft
  • Stärkung der Eigenverantwortlichkeit
  • Vermittlung gesellschaftlicher Werthaltungen und Erwartungen
  • Vorbereitung auf ein verantwortungsbewusstes Leben in der Gesellschaft
  • Gezielte Auseinandersetzung mit persönlichen Stärken und Schwächen

Didaktik und Methodik des Lehrens und Lernens

Auf vielfältige Weise versuchen das Kollegium und das ganze Schulteam der Maximilian-Kolbe-Schule, auf die o.g. Schwerpunkte einzuwirken. Die wesentliche Aufgabe der Schule bleibt jedoch der Unterricht. Die Unterrichtsgestaltung muss bei der genannten Ausgangslage sowie den beschriebenen, zu verfolgenden pädagogischen Schwerpunktsetzungen konsequenterweise eine Entsprechung in den methodischen und didaktischen Entscheidungen finden.

Die Konsequenzen für die Gestaltung des pädagogischen Alltags in der Schule sind im Wesentlichen gekennzeichnet durch das Bemühen, Leben und Lernen in Einklang zu bringen. Lebensbedeutsame Themen, aktuelle Ereignisse, Schülerinteressen, Alltägliches, Notwendiges, Gegenwärtiges und Zukünftiges sowie Bedürfnisse und Pflichten des Einzelnen in der Gemeinschaft werden damit zum wesentlichen Unterrichtsgegenstand in unserer Schule.

Einen zunehmend bedeutsamen Einfluss auf unser methodisch-didaktisches Konzept haben die 15 Gebote des Lernens von Prof. Dr. Peter Struck:

  1.  Langsam beginnen und dann Forderungen stetig steigern
  2.  Selbstlernen statt Belehren
  3.  Lernen durch Handeln und Sprechen (statt durch Zuhören)
  4.  Lernen mit neuer Fehlerkultur
  5.  Lernen braucht Zeit
  6.  Lernen in Partnerschaft
  7.  Schüler lernen besser, indem sie zugleich erklären
  8.  Lernen von Gleichaltrigen
  9.  Lernen in jahrgangsübergreifenden Lernfamilien
  10.  Lernen mit Respekt und Resonanz
  11.  Lernen durch Üben und Anwenden
  12.  Lehrer als gelassene Lernberater
  13.  Lehrer im Team
  14.  Präsentieren mit Portfolio statt Notenzeugnis
  15.  Vom Fachlehrer zum Klassenlehrer

Wir sind auf dem Weg, diese in unsere Unterrichtsarbeit zu integrieren, haben vieles bereits umgesetzt. Dazu gehört z. B. das Führen eines Lerntagebuchs sowie das Ermöglichen von Lernen in verschiedenen Körperpositionen, wie zur Verfügungstellen von Sitzbällen, Sitz-/Liegematten oder Stehtischen.